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Stefan Glowacz (Miesbach)

Sonntag 03.04.2022, 19:00 Uhr

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    Stefan Glowacz

    Unter dem Motto “We will finish what we started“, brach Profi-Abenteurer Stefan Glowacz mit seinen Teamkollegen Philipp Hans, Markus Dorfleitner, Christian Schlesener und dem Fotografen Moritz Attenberger am 7. Juli 2019 an die Ostküste Grönlands auf. Das Ziel: im abgeschiedenen Scoresbysund eine Erstbegehung an der 1.977 Meter hohen Grundtvigskirken zu realisieren.
    Am ersten Klettertag, just in der ersten Seillänge werden Glowacz und Seilpartner Philipp Hans jedoch von einer Steinlawine erfasst. Etwa 100 Meter über den beiden bricht eine tischgroße Granitplatte aus und zerbirst etwa 50 Meter über den Kletterern an einem Felsvorsprung in steinerne Geschosse, die Glowacz am rechten Oberschenkel und rechten Unterarm verletzen. Philipp Hans kommt mit einem Streifschuss am Oberschenkel Gott sei Dank glimpflich davon. Der ursprüngliche Plan einer Erstbegehung an der Nordwand muss aufgrund der brüchigen Felsqualität, ebenso wie eine Linie durch die Ostwand verworfen werden. Zu gefährlich, unkalkulierbar hoch das Steinschlagrisiko.
    Im Team beschließt man, vom Ende des Südgrates etwa 200 Meter abzuseilen, um am Wandfuß der Südwestwand einzusteigen. Der Aufstieg über den Südgrat offenbart sich trickreich, lang und brüchig. Lediglich die schwierigsten Stellen abgesichert, meistern die Kletterer die 1500 Höhenmeter vom Basecamp bis zum Biwakplatz weitgehend seilfrei an einem Tag. Glowacz, der nur noch unter Einnahme von starken Schmerzmitteln klettern kann, und Christian Schlesener richten die Abseilstrecke ein.
    Philipp Hans, Christian Schlesener und Moritz Attenberger beginnen am 7. August um 8 Uhr morgens mit dem Abseilen bzw. Abklettern über Bänder und Absätze zum Wandfuß der Südwestwand. Glowacz und Dorfleitner folgen. Bis zum Gipfel sind es etwa 600 Meter, die man nonstop absolviert.
    Die klettertechnischen Schwierigkeiten sind anfangs moderat, die Felsqualität ist im Gegensatz zur Nordwand geradezu fantastisch, dafür ist es empfindlich kalt. Die Schwierigkeiten bewegen sich im oberen siebten, an wenigen Stellen im unteren achten Grad. Vorwiegend in Riss-Systemen kletternd, kommt das Team gut voran.
    Um Mitternacht ist nach 15 langen, 50 bis 60 Meter Seillängen das Gipfelplateau erreicht. Im Osten deutet ein blutroter Streifen bereits den Aufgang der Sonne an, die nie untergegangen ist. Im Norden schimmern unzählige Eisberge im diffusen Blau der nicht existierenden Nacht. Etwa 24 Stunden nach Aufbruch wird wieder der Biwakplatz erreicht und das Team gibt der Route den passenden Namen „Suffer and smile - boys don´t cry“.

    Bild © Moritz Attenberger
    Kategorie
    Führungen & Vorträge, Vortrag
    Eingetragen am
    16.01.2020
    Ort
    Miesbach
    Eventlocation
    Kulturzentrum Waitzinger Keller
    Eingetragen von
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