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Niederlausitz-Museum Luckau

  • Nonnengasse 1 (Autozufahrt ü. Nordpromenade)
    15926 Luckau (Niederlausitz)
Beschreibung

Niederlausitz-Museum Luckau

In der Kirche des 1291 gegründeten Dominikaner-Klosters, zuletzt bis 2005 Justizvollzugsanstalt und heute Kulturkirche, hat das Niederlausitz-Museum seit 2008 ein reizvolles Domizil gefunden. Das Kloster, die für Deutschland einzigartige Darstellung der mehr als 250jährigen Geschichte des Strafvollzugs und des Haftalltages in Luckau in historischen Gefängniszellen und „Luckau - Tor zur Niederlausitz. Mensch. Kultur. Natur.“ sind Themen der Ausstellungen im neuen Ambiente. Sonderausstellungen, Veranstaltungen und Museumsshop ergänzen das Angebot. Für dieses Ensemble „Kulturkirche Luckau: Ausstellungs-, Katalogs- und Corporate Design“ erhielt übrigens das Gestalter-Team um Prof. Detlef Saalfeld/ Berlin mit Prof. Matthias Beyrow/ Berlin den Designer-Preis Brandenburg 2010 (1. Platz) in der Kategorie Kommunikationsdesign. Höhepunkte im alljährlichen Veranstaltungskalender sind u.a. im Mai der Internationale Museumstag und die immer freitags vor Pfingsten stattfindende Museumsnacht. [Dauerausstellung "Luckau - Tor zur Niederlausitz. Mensch, Kultur, Natur."] Hier steht der Mensch im Mittelpunkt, seine Beziehung zur Natur, zur Stadt und dem umgebenden Land. Große Dioramen zeigen typische Landschaftsgegebenheiten der nordwestlichen Niederlausitz, wie das Moor, den Traubeneichen-Kiefernwald, den Erlenbruchwald sowie die Heide mit der jeweiligen Tier- und Pflanzenwelt. Von der frühen Besiedlung bis zur jüngsten Vergangenheit spannt sich der Bogen in einer überwiegend landwirtschaftlich genutzten Region. Zum Höhepunkt der Ausstellung wird unter stilisierten hölzernen „Kreuzgewölbe“- Bögen die Präsentation materieller, sozialer und kultureller Zeugnisse. Themen sind u.a. Stadtentstehung, Handwerk, Handel, Kirche, Bildung und Vereinswesen. [Dauerausstellung "Im Knast. Strafvollzug und Haftalltag in Luckau, 1747-2005"] Im Erdgeschoss der Kulturkirche widmet sich eine Ausstellung der Geschichte der Strafanstalt in Luckau und dessen Wandel. Zuchthäusler, Arme, „Irre“, Waisen, sogenannte „Korrigenden“, Bettler, Landstreicher sind u.a. Insassen der frühen Phase. Von 1872 folgen Frauen, ab 1900 Männer, ab 1957 Jugendliche und nach 1990 wieder Frauen sowie weibliche und männliche U-Häftlinge. Die original erhaltenen historischen Zellen bieten für Themeninseln, wie z.B. Willkommen und Abschied, Gewalt, Strafen, Politische Gefangene, Leben und Arbeiten im Knast ideale Abgrenzungsmöglichkeiten sowie fühlbare Authentizität des Ortes und verstärkt diese sogleich durch vier original ausgestattete Haftzellen, der Ältesten, einer um 1920, einer bis 2005 und einer Schlichtzelle. 100 ausgewählte Objekte sind in einem Ausstellungskatalog detailliert beschrieben. Moderne Hör- und Medienstationen, Textmappen und Audioguide ergänzen die Ausstellungen.
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