Informationen zur Veranstaltung
Seit ca. 5000 Jahren nutzen Menschen Tinte und Schreibinstrumente, um Schriftzeichen auf einem beschreibbaren Untergrund aufzubringen. Einst wurde dieser „Schreibsaft“ auch in Chemnitz hergestellt. Vor 170 Jahren gründete Eduard Leopold Beyer, der Großvater von Johanna, der einstigen Hausherrin der Villa Esche, seine Tintenfabrik und stellte als Erster Qualitätstinten in großen Mengen her. Drei Generationen der Familie Beyer-Koerner produzierten fast 100 Jahre lang Tinten, Stempelfarbe, -kissen oder Schreibmaschinenbänder, bis die Zerstörungen des 2. Weltkrieges und dessen Folgen 1955 dem ein Ende setzten. Heute sind originale Tintenflaschen und Reklameartikel der Fa. Beyer begehrte Sammlerobjekte, denn ihre zeittypische Gestaltung stammte u. a. von Henry van de Velde, der auch das Wohnhaus des letzten Tintenfabrikanten Dr. Koerner (Johannas Bruder) entwarf. Die Historikerin Jutta Aurich stellt ihre neue Publikation zur Geschichte der Tintenherstellung in Chemnitz vor.
Referentin: Jutta Aurich
Referentin: Jutta Aurich
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